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Die Wächter des Waldes

Ein kleines RPG, welches ich im Rahmen eines Contest geschrieben habe, an dem ich aber nicht teilnehmen darf, da ich mit in der Jury sitze. Doch möchte ich natürlich keinem das hier vorenthalten.

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Die Wächter des Waldes

Der Boden unter den mit Eisen umgarnten Füßen der Ritter und Fußsoldaten war durch die Nässe der letzten Nacht durchtränkt. Das Laufen durch diesen Matsch, in voller Montur, war schwer und kein Ritter des Heeres wollte weiter voranschreiten, doch mussten sie bis zum nächsten Morgen den Pass durchqueren, um die Brut abzufangen, die vor etwa einer Woche, so genau wusste es keiner mehr, Sanfddorf überfallen und geplündert hatte. Viele Menschen waren dort umgekommen und ihr Tod sollte gerecht werden. Das Heer war seitdem nur marschiert. Nachdem es sich in der Hauptstadt zusammengetan hatte, standen jetzt 5000 Mann unter der Leitung des Hofgenerals der Königin Mary, Sir Razor von Jack. Sir Jack, welcher Mitte der dreißiger Jahre war, doch sein Alter ihn keineswegs gezeichnet hatte, trabte auf seinem Pferd Ruffelot voran und die Masse aus poliertem Stahl folgte ihm nach. Diese Lawine aus Metall und Eisen beherbergte die besten Kämpfer des Landes und Sir Jack war sich sicher, dass er seinem Namen es bester General des Kontinents alle Ehre machen, die Horde schnell finden, zerschlagen und nach Hause zurückkehren würde. Plötzlich ertönte ein Signalton aus dem Rachen eines Horns und die Luft war eingehüllt mit diesem lauten Ton der alle aufweckte aus dem tristen Marsch und sie nach oben sehen ließ, wo dieser Laut wohl herkam. Jack hielt sein Pferd an und der gesamte Trupp blieb stehen. Das Heer Sir Jacks stand auf einer Lichtung, welche von einem dichten, dunklen Wald umzingelt war, bis auf den breiten Eingang durch den das Heer gekommen war. Sir Jack wusste, er muss durch diesen Wald hindurch um das feindliche Heer einzuholen, doch nun wartete er gespannt was sich tat. Selber wusste Jack nicht warum er dort stand und nicht einfach weiterging, vielleicht war es dieser Laut der ihn beeindruckt hatte. Ein Sirren war zu hören und das Geschoss, welches das Sirren verursacht hatte schlug keinen Meter vor Ruffelots Fuß ein und blieb dort in der Erde stecken. Aus dem Wald vor dem Heer traten jetzt etwa 100 Gestalten, die alle lange Kapputzenmäntel trugen und mit Schwertern und Bögen bewaffnet waren. Einer dieser Männer gingen auf die Heeresspitze zu. Ein kleiner, etwas dickerer Junge mit einem dunkelgrünen Mantel, einem schwarzem Gürtel, an dem er einen Säbel hängen hatte, einem Brustriehmen, an dem sein großer Langbogen hing und einem Köcher in dem zig Pfeile steckten. Er warf seine Kapputze nach hinten in den Nacken und begann zu sprechen. „Ihr wollt den heiligen Wald von Sinured und Serapho betreten. Doch jeder der diesen Boden entweiht wird den Tod finden. Kehrt um und verlasst diese Lichtung oder die Wächter des Waldes werden euch in die Höllen hinab befördern. Dies ist eure einzige Chance. Geht oder Sterbt.“ Der Bengel, der noch keine 20 Sommer alt zu sein schien, wartete auf die Antwort des Heerführers. Sir Jack schaute den Wicht ungläubig an. Wollte er wirklich mit seinen 100 Männern gegen sein 5000 Mann Heer antreten? Er sprach: „Werter Freund. Wir suchen eine dunkle Horde Barbaren, die unser Land angegriffen und verwüstet hat und ich werde hier durch müssen, wenn ich sie zu erreichen wünsche. Also nehmt eure paar Männer und sagt eurem Seraphi oder wie auch immer er hieß, dass er euch ein Heer geben soll und keine Kinder um seinen Wald zu beschützen. Und nun lasst das königlich Heer durch oder wir zünden eure Bäume an!“ Der Junge sah den bösartig blickenden Rittersmann an und entgegnete mit ruhiger Stimme: „„Nun gut. Ihr wolltet es nicht anders. Wir gaben euch und euren Männer eine Chance umzukehren, doch nun habt ihr sie vertan. Schaut euch die Gesichter eurer Soldaten noch mal an. Ihr habt sie grade alle zum Tode verurteilt. Ich hoffe ihr werdet in Satans Reich nicht von ihnen verfolgt.“ Sir Jack schaute verwirrt drein. Der Bengel nahm indes eine kleine Pfeile aus seiner Manteltasche und blies dreimal kräftig hinein, sodass ein pfeifender Ton erzeugt wurde.
Auf einmal tauchten an den Flanken des Heeres zwei weitere Truppen Kapputzenmäntel tragende Wächter auf, die auch jeweils etwa 100 Mann stark waren. Die einen wurden angeführt von einer schwarzen Diva mit einem blutroten Umhang und einem silbernen Schwert, die andere von einer älter wirkenden Dame mit silbernen Locken und einem goldenen Bogen. Der Junge der mit Sir Jack gesprochen hatte war indes zurückgewandert und hatte seine Kapputze wieder über den Kopf gezogen. „Mein Name“, so sprach er, „ist Denkadewe. Ihr werdet ihn dort wo ihr jetzt hingeht zu hunderten hören, wenn nicht gar zu tausenden. Auch eure Barbarenhorden liegen dort unten und ihre ungläubigen Seelen verrotten, genau wie eure liegen und verrotten werden.“ Sir Jack hatte ein ungutes Gefühl im Bauch. Er sah sich nach seinen Kommandanten um, dann rief er laut aus: „Tommel! Duke! Phobe! Ferdinando! Sicher die Flanken! KAMPFSTEL…Argh!“ Sir Jack fiel von seinem Pferd, welches daraufhin das Weite suchte, und blieb rücklings und reglos auf dem Boden liegen. In Mitten seines Herzens steckte ein Pfeil. Die Schlacht am Wald hatte wieder begonnen, doch der Sieger stand wie immer schon fest, als die 300 Wächter des Waldes unter dem Schutz Sinureds und Serphos angriffen.

Am Abend gingen die drei Wächter des Waldes, Bloody, Silberlocke und Denkadewe über die 5000 Leichen des Heeres aus dem Königreich des Lichtes und sammelten Pfeile und andere brauchbare Gegenstände ein. „Warum“, so begann der Junge wieder, „versteht nie jemand die Warnung die wir ihm geben? Warum?“
Als die Sonne aufging, betrat Sir Jack das Reich der Hölle…


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Rechtschreibfehler dürfen behalten werden.
17.10.07 17:21
 


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